
Sterbende Tiere, was sie uns lehren bevor sie gehen
Wenn unsere geliebten Tiere auf die andere Seite wechseln.
Sterbende Tiere
Ich wusste schon als Kind, dass es mehr gibt als das was wir sehen.
Verstorbene Menschen wahrnehmen, ein Bauchgefühl das mich selten getäuscht hat, eine Faszination für Medialität und Mediums die mich seit meiner Kindheit begleitet, das war immer ein Teil von mir.
Trotzdem hat mich das was 2018 passierte auf eine Art getroffen, die ich nicht erwartet hatte.
Meine Deutsche Dogge Maxi hatte Knochenkrebs. Er wuchs schnell, zu schnell. Ich musste eine Entscheidung treffen, die kein Tierbesitzer treffen möchte.
Ich ließ sie einschläfern.
Was danach passierte, hat einen Teil meines Lebens stark verändert.
Der Tod eines Tieres ist nicht das Ende, er ist ein Übergang, ein Wechseln von physischem Körper zu nicht physischem Körper.
In meiner Arbeit als Tierkommunikator begegne ich immer wieder Menschen, die verzweifelt fragen: Soll ich mein Tier einschläfern lassen? Wann ist der richtige Zeitpunkt? Tue ich das Richtige?
Nicht jedes Tier möchte eingeschläfert werden.
Das bedeutet nicht, dass Einschläfern falsch ist. Manchmal ist es das einzige was wir tun können, wenn ein Tier leidet, wenn das Tier nicht gehen kann aufgrund von uns Menschen, das wir unser Tier versuchen zurück zu halten, wenn zu viele Traumatas da sind und das Tier seinen eigenen Körper nicht verlassen kann.
Aber Tiere haben, genau wie Menschen, einen inneren Prozess zu durchlaufen. Und oft ist es für den Menschen der zusieht viel schwerer als für das Tier selbst.
Das Tier geht auch auf die andere Seite und wieder zurück. Manche haben Angst, manche brauchen Zeit um sich zu orientieren und manche brauchen Hilfe danach weil sie nicht realisieren das sie tot sind. Dazu komme ich näher in anderen Blog Postings.
Sechs Wochen nach Maxis Tod saß ich auf meinem Sofa. Ich war nicht allein, ein Bekannter war bei mir.
Plötzlich begannen die Lichtschalter in der Wohnung auf und ab zu gehen. Von Raum zu Raum. Eine Energie bewegte sich durch meine Wohnung.
Mein Bekannter hatte Angst. Ich war fasziniert.
Dann ging der Computer an. Und plötzlich stand eine Energie neben mir, und ich hörte Atmen. Deutlich. Klar.
Es war ein menschliches Atmen.
Ich saß da und war absolut ruhig und neugierig. Offen. Ich wusste, dass da jemand war. Und ich wusste, dass derjenige mir etwas sagen wollte.
Am nächsten Tag fuhr ich zu Rosalinde Haller, ein Medium dem ich vertraute. Ich bat sie zu schauen, wer mir etwas mitteilen wollte.
Sie fragte mich: "Hat deine Mutter ein Jahr bevor sie mit dir schwanger wurde ein Kind verloren?"
Ich war still. Ja, das stimmte. Etwas das Rosalinde auf keinen Fall wissen konnte.
Und dann sagte Rosalinde: "In Maxi hat die Seele dieses Kindes inkarniert. Sie wollte dir sagen, ich war da."
Dieser Satz hat mich bis ins Mark getroffen. In meiner Kindheit habe ich mir sehr oft gewünscht das dieses Kind da wäre.
Ich will das du weißt das ich da war und jetzt aufsteige.
Rosalinde sagte noch, wenn du nach Hause kommst, also ich Lukas, zünde eine Kerze an, damit Maxi weiß das du es verstanden hast.
Ich fuhr nach Hause, zündete eine Kerze an und damit war diese Energie vorbei. Die übrigens drei Tage versucht hatte mich zu erreichen.
Früher glaubte ich, dass Menschen in Tieren inkarnieren können, jedoch wusste ich es nicht. Danach schon.
Es ist unser Bewusstsein das in jeder Form wieder inkarnieren kann. Nicht an eine bestimmte Gestalt gebunden. Nicht an Mensch oder Tier. Bewusstsein ist Bewusstsein, es sucht sich seinen Weg.
Und das sollte uns ehrlich gesagt bescheidener machen. Wir Menschen nehmen uns oft sehr wichtig.
Wenn ein Tier stirbt, oder wenn wir vor der Entscheidung stehen es gehen zu lassen, dann ist die wichtigste Frage: Was braucht dieses Tier gerade wirklich?
In meiner Arbeit als Tierkommunikator nehme ich mir Zeit, genau das zu erfragen. Manchmal sagt ein Tier klar: Ich bin bereit. Manchmal sagt es: Noch nicht. Manchmal zeigt es, dass es den Menschen noch etwas mitgeben möchte bevor es geht.
Das ist kein Widerspruch zur Medizin. Es ist eine Ergänzung, eine Erweiterung dessen was wir wahrnehmen können, wenn wir wirklich hinschauen und hinhören.
Was du tun kannst wenn dein Tier stirbt oder im Sterben liegt
Sprich mit ihnen. Sag ihnen was du ihnen sagen möchtest.
Dankbarkeit. Liebe. Erlaubnis loszulassen.
Vertraue ihrem Prozess. Nicht jeder Tod sieht gleich aus. Nicht jeder ist gleich schnell. Und nicht jeder braucht unsere Intervention.
Und wenn dein Tier gegangen ist, bleib offen. Bewusstsein verschwindet nicht einfach. Es verändert sich. Es geht weiter.
Maxi hat mir das bewiesen, auf eine Art die ich nie vergessen werde.
Lukas Thomas ist Tierkommunikator, Rückführungsbegleiter und diplomierter Lebens- und Sozialberater aus Wien.
