
Toulouse — Wie Tierkommunikation und Ernährung einem kranken Chihuahua das Leben retteten
Toulouse der Chihuahua
Er kam zu mir, als er zwei, drei Monate alt war. Aus einer ungarischen Vermehrungsstation. Schwer traumatisiert.
Mit sechs Monaten hat er blutige Gastritis entwickelt. So haben wir es entdeckt: Nierenzysten. Zysten, die bis zu fünf Zentimeter groß werden und auf die umliegenden Organe drücken. Das tut weh und der Körper hat reagiert.
Diese Erkrankung kennt man eigentlich von sehr alten Hunden. Bei einem Welpen ist sie kaum erforscht. Die Lebenserwartung, die uns genannt wurde, war etwa ein Jahr.
In der schlimmsten Phase musste er alle zehn Tage die Zysten unter Vollnarkose absaugen lassen.
Ich habe die Schulmedizin nicht weggelassen, sie war und ist wichtig. Aber ich habe mich nicht damit abgefunden.
Wir haben das Futter umgestellt und selbst gekocht. Ich habe Tierkommunikation angewendet und zugehört, beobachtet, mit ihm gesprochen. Und ich habe Geduld gehabt.
Es gab Momente, die nicht leicht waren. Phasen, wo ich nicht wusste, ob wir das schaffen oder wie es weitergeht. Nächte, in denen wir zum Tierarzt gefahren sind, weil es ihm nicht gut ging. Monate wo die Tierklinik unser zweites Wohnzimmer wurde.
Aber es gab noch etwas anderes..........
Toulouse hat Dinge von mir mitgetragen, Dinge, die ich selbst noch nicht aufgearbeitet hatte. Nicht weil er das musste. Sondern weil manche Tiere das tun.
Je mehr ich an mir selbst gearbeitet habe, desto gesünder wurde auch Toulouse. Das ist keine romantische Idee sondern das habe ich erlebt. In der Tierkommunikation sehe ich das immer wieder.
Toulouse ist heute neun Jahre alt. Die Zysten hat er nach wie vor, das wird sich nicht ändern. Aber der Unterschied zu damals ist enorm.
Heute fahren wir vielleicht zweimal im Jahr, manchmal ein drittes Mal, zum Absaugen. Ansonsten geht es Toulouse wirklich gut.
Wenn man sich auf ein Tier einlässt, wirklich einlässt, kann man unglaublich viel erreichen. Nicht immer kann man eine Krankheit wegmachen oder komplett Heilen, Aber man kann gemeinsam einen Weg finden.
Und manchmal heilt das Tier, wenn der Mensch heilt.
